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Der neue Film-Schwarm

Was haltet ihr von "Crowdfunding"?

Der neue Film-Schwarm
 
»Demokratie ist schön und gut für ’n Staat, aber im Büro ist das natürlich tödlich“, sagt Bernd Stromberg, der Ekel-Chef. Seit 2004 läuft die Serie über den grauen Büroalltag im TV und ist ziemlich erfolgreich. Für einen Kinofilm fehlten bislang die Mittel. Das sollte jetzt mit Hilfe des Crowdfunding-Prinzips geändert werden: 20.000 Anteile im Gesamtwert von einer Million Euro konnte man als Zuschauer erwerben. In gerade mal einer Woche haben es die Fans geschafft, diese  Summe zusammenzutragen.  Voraussetzung, um am Gewinn beteiligt zu werden: Es verkaufen sich mindestens eine Million Kinotickets. 

Water makes Money eine Dokumentation über die Folgen der Privatisierung der Wasserversorgung hat sich erfolgreich über Fundraising finanziert und neue Projekte wie z.B. die abendfüllende Dokumentation über Improve Everywhere haben sich gerade das nötige Geld über kickstarter.com zusammengesucht.

Was haltet ihr von dieser Demokratisierung des Kinos? Werden dadurch mehr und v.a. unabhängigere Filme produziert? Ist es sinnvoll, Filme auf diese Art zu fördern – oder ist Schwarm-Finanzierung zumindest im Stromberg-Fall nur ein Marketing-Instrument? 

11 Antworten

Kommentare

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    Das erste mal habe ich vom "Crowdfunding" bei Iron Sky gehört.

    Finde die Idee gar nicht schlecht -  Wers gut findet, kanns fördern.

    30.01.2012, 10:51 von Jingeling89
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      Kleine Anmerkung: Bei Iron Sky konnte man sogar eigene Ideen vorschlagen und die Produzenten haben entschieden, obs mit reinkommt oder nicht.
      Ausserdem erhielten Personen, die sich an der Finanzierung beteiligten exklusive Einblicke in die Produktion - find ich besser als reine Gewinnbeteiligung

      30.01.2012, 10:54 von Jingeling89
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    Ist das sowas wie Crowdsurfing?

    Irgendwie surft die Crowd bei diesem Thema aber nicht so richtig, habe ich das Gefühl.

    27.01.2012, 18:10 von faux_IV.
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    "Voraussetzung, um am Gewinn beteiligt zu werden: Es verkaufen sich mindestens eine Million Kinotickets. "

    Na, die werden es nicht werden, vermute ich. Aber durch Nebenrechte holt man ja auch noch Kohle raus, die wird dann wohl nicht der Crowd zurückgegeben.

    Ich halte das bei mittelgroßen Projekten etablierter Künstler unterhalb des Mainstreams, also solche mit einer Fanbase und einem gewissen Ruf, für eine realistische und gute Sache. Ist ja nicht anders als ne Konzerttour mit Vorverkauf.

    Bei kommerziellen Projekten versickern Verwaltungskosten, Einnahmen sind schwer zu überblicken, die Rechtesituation ist unklar... nein, danke. Bei No-Names mit interessanten Konzepten halte ich das totale Floprisiko für hoch, man macht das dann ein-, zweimal und dann nie wieder.

    Wir können ja mal Crowdfunding für Texte auf Neon machen, ich spende einen Jediritter mit Lichtallergie und zwei palästinensische Schweinepriester.

    27.01.2012, 15:00 von EliasRafael
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      Ich steuere ein Oxymoron bei, welches sich nicht widerspricht. Dazu ein Schlagwortverzeichnis über gebrochene Herzen und Zwei Kilogramm altes Frittenfett.

      30.01.2012, 10:56 von Jingeling89
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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      Freie Wahl.
      Selbst für Schwachsinn.

      27.01.2012, 15:56 von somehowamusing
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    warum nich? das gibt den filmemachern mehr möglichkeiten und uns als zuschauern auch ne möglichkeit nen projekt, dass einen interessiert, direkt zu unterstützen.
    ich frag mich nur, wie der stromberg über mindestens 90 minuten funktionieren soll.

    27.01.2012, 13:44 von IceIceFriedhelm
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    Die Idee finde ich gut, wenn jetzt auch nicht für so Großprojekte wie Stromberg, bei denen es mich wundert, dass sich keine Produktionskosten dafür bereitstellen ließen.

    Für Künstler, Filmemacher mit guten Ideen, etc. finde ich es eine hervorragende Idee, da sie sich nur vor ihren Förderern verantworten müssen.
    Soll heißen: man bietet eine ausformulierte Idee an. Wer die Idee gut findet, unterstützt diese finanziell und bekommt auch etwas, das er genau so wollte.

    Im Gegensatz dazu sieht man ja allzu oft, wie sich Filmemacher vor Produktionsfirmen krumm machen müssen und frische Ideen eingestampft und stattdessen Standarware aufgefahren wird.

    Beispiel Alien 3: wer den Film kennt, weiß ja, wie das Szenario aussieht. Finchers eigentliche Idee war es, das komplette Szenario auf einem Planeten aus Holz stattfinden zu lassen. Das klang so schräg, dass die Produktionsfirma Angst bekam und ihn dazu "verdammte", das übliche Schema zu verwenden. Das ist jetzt nur 'n Beispiel. Gibt es bestimmt noch tausende von.

    Wie gesagt: vom Grundprinzip her find' ich es gut. Vielleicht ein Weg, wirklich neue Ideen zu fördern.

    27.01.2012, 13:27 von somehowamusing
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      "Wer die Idee gut findet, unterstützt diese finanziell und bekommt auch etwas, das er genau so wollte."

      Das bezweifele ich stark.

      27.01.2012, 14:19 von Sasali
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      Wieso?

      27.01.2012, 15:57 von somehowamusing
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