Reclaim the Internet!
In einer westlichen Gesellschaft ohne Utopien gibt es wenige Dinge die noch das Potential besitzen neu, überraschend und unberechenbar zu sein.
In einer westlichen Gesellschaft ohne Utopien, in einer Zeit der verlorenen Unschuld, gibt es wenige Dinge die noch das Potential besitzen neu, überraschend und unberechenbar zu sein. Musik, Film und Literatur, die grossen kulturellen Katalysatoren der vergangenen Jahrhunderte scheinen von Industrie und Gesellschaft erfolgreich gezähmt zu sein. Es gibt kaum einen öffentlichen Raum der nicht unter Kontrolle ist, kaum eine Nische die die Möglichkeit des Chaos zulässt. Nach dem Tod grosser gesellschaftlicher Systeme, des Kommunismus, des Sozialismus, der Religion, wird immer klarer, dass sich letztendlich demokratische Systeme und Kapitalismus durchgesetzt haben. Der demokratische Kapitalismus oder die kapitalistische Demokratie sind gelebte Utopien, Visionen von einer Gerechtigkeit die niemals vollkommen sein kann. Ein solches System lebt von seiner ständigen Beschwörung der Utopie, seinem immer währenden Streben nach ihrer Erfüllung. Natürlich kann dieser Traum niemals Wirklichkeit werden. Wir leben in einer Welt voller unerfüllter Versprechen, in einem Prozess des Strebens nach Erfüllung in dem Wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sein mögen, das Ziel aber niemals erreicht sein wird. Resigniert und verbittert wagen wir keine grossen Utopien mehr.
Doch unbemerkt von vielen ist eine neue Utopie entstanden deren Potential immens ist. Mit dem Eintritt in das viel beschworene “digitale Zeitalter” tun sich unverhofft neue Möglichkeiten auf. Das Internet, konzipiert eigentlich als Kommunikationsmittel, ist weit über seine eigentliche Bestimmung hinausgewachsen. Nicht umsonst ist die Rede von “cyberspace”, und so verbraucht dieser Begriff auch sein mag, so beschreibt er doch sehr gut was das Internet heute ist: Eine virtuelle Welt, in der Raum und Zeit anderen Regeln unterliegen als in der realen Welt. Ohne konkret durch eine Utopie ins Leben gerufen worden zu sein, bietet es dennoch ein grosses Potential für derartige Träume. Durch sein Wesen, die Tatsache, dass es die Summe vieler kleiner Teile ist, entsteht eine nie zuvor denkbare Vielfalt. Dieselbe geschichtliche Epoche die den Tod so vieler Systeme erlebt hat, gebiert eine Art Metasystem, das in seiner Offenheit alles umfassen, aufnehmen und aushalten kann. Hier können viele verschiedene Ideologien koexistieren, es entstehen sogar Mischformen. Die Chance liegt darin, dass diesem Metasystem eben keine Vision, kein grundsätzliches Konzept zugrunde liegt. Es erwartet keine Unterordnung unter eine bestimmte Ideologie, keine Gesinnung. Es nutzt seinen Vorteil, nämlich dass es nicht real, sondern nur virtuell existiert, aus und entzieht sich weitgehend einer totalen Kontrolle. Jedes Glied dieser Verbindung hat die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten, zu verändern oder zu zerstören.
Natürlich ist das Internet nicht völlig losgelöst von der realen Welt, Gesetze, und kulturelle Codices gelten prinzipiell auch hier. Als von Menschen erschaffenes Gebilde unterliegt es den Konventionen und Vorstellungen von Menschen. Gleichzeitig hat es das Potential die Gesellschaft zu verändern. Nur eines von vielen Beispielen ist die Open Source Bewegung mit ihrer Idee von freier Software. Dem zugrunde liegt die Meinung, dass Software für alle verfügbar und modifizierbar sein sollte. Der ursprüngliche Entwickler einer Software erntet in der virtuellen Welt so zwar Ruhm und Anerkennung, jedoch nicht unbedingt auch finanzielle Belohnung. Die Motivation einen Beitrag zur Open Source Gemeinschaft zu leisten entspringt eher einem Bedürfnis Fortschritt und Erkenntnis voranzutreiben und zu teilen als dem Wunsch nach persönlicher Bereicherung. Fast jeder Mensch der heute regelmässig einen Computer und/ oder das Internet nutzt profitiert von diesen Programmen. Browser wie Firefox oder Mediaplayer wie vlc werden umsonst zur Verfügung gestellt und ständig von Menschen auf der ganzen Welt verbessert. Ein Hauch von Idealismus der in der Wirklichkeit wahrscheinlich belächelt würde weht durch das weltweite Netz. Hier wird in der (vermeintlichen) Anonymität von IP-Adressen an Utopien gebastelt, die nicht minder ehrgeizig sind als Marx` Visionen. Von wahrer Demokratie und Freiheit ist die Rede, zumindest innerhalb der Grenzen des Netzes. Das Internet hat keine Herrscher, auch keine gewählten, jene die versuchen sich oder andere dazu zu machen scheitern immer wieder an der schier unendlichen Vielfalt in der ein Konsens nahezu unmöglich ist.
Noch vor wenigen Jahren war die Internet Community ein kleiner Kreis von Eingeweihten und zumindest bestimmte Bereiche wie Foren oder Internetseiten die sich mit dem Medium selber beschäftigten waren ihr Revier. Die blassen Geeks und Nerds von nebenan führten ein geheimes Doppelleben und wurden die Magier des Internet. Dies war ihre Welt in der sie sich besser auskannten als jeder andere, wollte man sich hier bewegen ging kein Weg an ihnen vorbei. Doch mit der zunehmenden Popularität des Internet änderte sich dies rasch. Vor allem Kommerzialisierung und der vereinfachte Zugang sorgten dafür, dass sich schon bald jeder im www tummelte, eine eigene Homepage hatte und in Foren anmeldete. Während in den Achtzigern die Anzahl der regelmässigen Nutzer noch unbedeutend war, so ist es heute in einer westlichen Gesellschaft schon fast undenkbar keinen Kontakt zum Internet zu haben. Mit der Ankunft der Massen im Netz wurde es auch für die Wirtschaft und Politik zunehmend interessanter. Und mit der Ankunft dieser apokalyptischen Reiter beginnt auch das Internet sich zu verändern. Auf Hochglanz polierte Seiten, Werbung und Propaganda verbreiten sich und drohen das Internet zu dominieren. Dies bedeutet gleichzeitig auch eine grössere Kontrolle über Inhalte und Verbreitung von Informationen. Die virtuelle Welt verliert zunehmend ihren Status als Nischenexistenz. Eine stärkere Überwachung führt zum verschwinden des anarchistischen Potentials. Wo sich vorher in einem im positiven Sinne rechtsfreien Raum neue Ideen und Herangehensweisen entwickeln konnten wird heute zunehmend überwacht. Die angebliche Vielfalt und Demokratie die dadurch entstehen dass der Zugang zumindest in westlichen Gesellschaften relativ unkompliziert ist stellt sich bei näherem betrachten grösstenteils als Illusion heraus. Der Trend zum Weblog, zum öffentlichen Tagebuch im Internet, von vielen als Mittel zur wahren Demokratisierung des Netzes gepriesen, ist symptomatisch für diese Entwicklung. Freie Meinungsäusserung, ein Grundstein der Demokratie, darf nicht mit ständiger Meinungsäusserung verwechselt werden. Die Relevanz der persönlichen Einstellung von tausenden von Bloggern zum Thema Sommeranfang oder Strandbars ist gesellschaftlich gesehen verschwindend gering. Zudem trägt die Masse an solchen subjektiven Kommentaren dazu bei, dass es immer schwieriger wird Fakten und Fiktion im Internet zu unterscheiden. Das System nach dem das Internet funktioniert unterscheidet nicht nach Inhalt, sondern nach Menge. Google zum Beispiel, wohl oder übel momentan eine der wichtigsten Instanzen in der Struktur des www zeigt bei der Suche nach einem Begriff nicht etwa das wichtigste oder objektivste Ergebnis als erstes an, sondern jene Seite auf die am häufigsten von anderen Seiten verwiesen wird. Je öfter etwas im Netz also im weitesten Sinne zitiert wird, desto mehr Bedeutung wird ihm zugewiesen.
Es ist wichtig, sich dieser Dinge bewusst zu sein. So wie es im Moment aussieht, entwickelt sich das Internet zusehends von einer Demokratie hin zu einer Ochlokratie, einer Herrschaft des Pöbels in der die Masse mehr zählt als der Inhalt. Die Mühelosigkeit der Partizipation bewirkt, dass der Form oder dem Inhalt des Beitrags kaum noch Bedeutung zugemessen wird. So wie auch andere Medien vor ihm, das Fernsehen, die Zeitungen oder das Radio droht das Internet zu verslummen. Eine zusätzliche Verschärfung entsteht durch die Anonymität im Netz. Es ist schwierig herauszufinden wer der Mensch ist der eine bestimmte Meinung im Netz äussert und wird geradezu unmöglich wenn dieser es nicht wünscht. Doch gerade diese Anonymität und die Flüchtigkeit des Umgangs sind auch die grossen Vorteile des Internet. Sie erlauben einen neuen Umgang mit Innovation und Information. Inhalte können schnell verbreitet werden, auch brisante Informationen können öffentlich gemacht werden, ohne dass der Informant Befürchtungen haben muss mit ihnen in Verbindung gebracht zu werden. Es ist durchaus wünschenswert, dass sich möglichst viele Menschen an der Kommunikation im Netz beteiligen. Jeder sollte das Potential nutzen und sich seinen eigenen Platz in diesem Raum voller Möglichkeiten sichern, mit dem Chaos und der Freiheit spielen. Doch scheint es, als stünden wir zur Zeit an einer Weggabelung. Der eine Pfad führt dazu, dass das Netz zunehmend kontrolliert wird und die Masse an irrelevanten und kommerziellen Beiträgen seine Einzigartigkeit erstickt. Der zweite Weg bedeutet die Übernahme von mehr Verantwortung durch Nutzer und aktiven Widerstand gegen willkürliche Überwachung und Kontrolle, um einen der letzten Freiräume zu schützen die es noch gibt. Gerade in einer Zeit in der demokratische Staaten als Reaktion auf Terrorismus verstärkte Überwachung öffentlicher Räume fordern, wird der Handlungsspielraum verantwortungsvoller Bürger immer mehr eingeschränkt. Eigenverantwortung wird abgesprochen, Persönlichkeitsrechte werden beschnitten. Es ist wichtig heute zu erkennen, dass das Internet hier Auswege bieten kann und es zu schützen. Dies erfordert allerdings auch die Bereitschaft bewusst mit dem Medium umzugehen. In diesem Sinne: Reclaim the Internet!
(Inspiriert durch:
Mercedes Bunz. "Die Utopie der Kopie." in: Renaissance der Utopie. Zukunftsfiguren des 21. Jahrhunderts. Hrsg. Rudolf Maresch und Florian Rötzer. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2004. 156-171.)

Kommentare
Schöner Artikel zu einem wirklich aktuellen Thema.
20.08.2006, 20:03 von dieselDer Titel hat mich zunächst an Reclaim the Streets erinnert, Zufall oder Absicht? Da Du Dich im Artikel nicht darauf beziehst, wollte ich nochmal nachfragen.
Tatsächlich haben sich doch die Menschen seit ein, vielleicht sogar schon zwei Jahren das web zurückerobert. Mit blogs, sharing-Diensten wie flickr und del.icio.us machen zunehmend die Menschen selbst Programm. Statt sich von "etablierten" Medien und Unternehmen etwas vorsetzen zu lassen.
Mag sein, dass viele Beisträge nicht im einzelnen relevant sind, aber in der Summe fällt es ins Gewicht. Wenn dem nicht so wäre, würden jetzt nicht soviele Unternehmen versuchen, auf den Zug aufzuspringen. Unternehmensblogs, User einbeziehen, User made content, alle versuchen sich darin.
Und tatsächlich ist das neon Forum hier genau in dieser Kerbe, wir alle nehmen teil.
@diesel ja, der titel ist denk ich tatsächlich von reclaim the streets abgeleitet, wobei ich das eher unbewusst gemacht habe.
25.08.2006, 21:24 von elvissawas du schreibst von wegen blogs und so weiter ist für mich in letzter zeit genau das problem, ist das nicht eine illusion? es geht mir nicht um blosse content-lieferung, den ganzen web 2.0 bla, sondern es geht vielmehr darum wer das internet formt. ich will solche sachen wie neon oder del.ici.us gar nicht unter den teppich kehren oder schlecht machen, aber das ist doch im endeffekt nicht das was zählt. denn am ende gehört flickr dann auch wieder yahoo und neon dem stern. eben das was du meinst, unternehmen springen auf. und fangen dann an die regeln zu machen. man muss sich ja nur mal anschauen was bei myspace abgeht, da wird mir ganz schlecht.
in dem sinne: web 2.0 ist doch auch nur eine erfindung der firmen.
just because i'm paranoid doesn't mean they aren't really out to get me...
heute zufällig den link im spiegel online gefunden
30.07.2006, 22:31 von ulfhttp://www.loosechange911.com/
man sollte vielleicht nicht vergessen, dass das internet ein medium ist und das mit der gleichen vielschichtigkeit, die jedes andere medium auch bietet.
29.07.2006, 20:50 von tim193die von dir angesprochene Ochlokratie sehe ich ziemlich weit verbreitet in unserer medialen welt, z.b. big brother (nicht die herrschaft des pöbels im big brother container) sondern die leute, die das konsumieren und dem so vorschub geben (gilt auch für die bildzeitung). mangel an konsequenz ist doch eigentlich nichts neues und findet sich grade oft in den printmedien ("ein rauschen geht durch den blätterwald") oder bei stefan aust.
abhängig von den medien, der vierten gewalt, sind wir doch allemal.
meiner meinung nach lässt sich dieses problem aber auch lösen: den kopf nicht aussschalten (medienkompetenz)
@tim193 ganz genau! nur dass die chance und die verantwortung bei diesem medium noch grösser ist: man ist nicht nur passiv, sondern auch aktiv. man formt es ja mit!
30.07.2006, 13:00 von elvissa@elvissa das ist bei jedem medium so, oder?
30.07.2006, 23:18 von tim193durch mein kaufverahlten wird die werbung bestimmt, bestsellerlisten werden erstellt und amerika versucht die die stunde null des irakischen d-day mit der hauptsendezeit abzugleichen.
der kosovokonflikt war ein sog. krieg der werte (wer schätzings "lautlos" gelesen hat weiß was ich meine) und das nicht zuletzt durch die aufmerksamkeit der weltöffentlichkeit.
ich fand den artikel äußerst intelligent, wenn auch etwas schwer zu lesen, aber ich denke, dass wir in unserer westlichen selbstverständlichkeitsmentalität schon daran gewöhnt haben und die stetige fortentwicklung unserer gesellschaft sich auch im internet niedergeschlagen hat (habe ich jetzt jemanden wiederholt?). ich finde das alles eigentlich ganz faszinierend und sehe es mehr als möglichkeit mehr zu kommunizieren (ich z.b. habe gerade ferien und bin nur hier mitgleid weil ich input brauche, den ich sonst so nicht kriege) auch wenn ich eigentlich nicht besonders häufig online bin.
letzendlich bildet kommunikation auch intelligenz, oder?
@[Benutzer gelöscht] ja, da hast du wohl recht ;-)
30.07.2006, 01:04 von elvissaich hatte den text vor einiger zeit zu einem anderen zweck geschrieben...danke für die konstruktive kritik!
Ich denke das Internet wird seine Eigendynamik noch ziemlich lange behalten.
28.07.2006, 22:44 von Plan_BIch bin recht früh damit in Kontakt gekommen (ca. 1996, also vor 10 Jahren) und denke das es noch lange unvorhersehbar weitergehen wird. Weiterhin wird viel Kreativität ins Netz gesteckt, in welcher Form auch immer.
Was macht mir Angst macht ist die Kommunkation via Internet & Co und die Abhängigkeit in meinem Studium. Anmeldungen für Veranstaltungen MÜSSEN über das Internet erfolgen, nur dort gibt es das Skript zur VL und die Übungsblätter als .pdf . Die Abgaben werden per Mail an den Dozenten gesendet.
Freunde schreiben mir lieber per ICQ, als mich anzurufen, das kostet ja auch nix. Nur im StudiVZ merkst du noch, mit wem du befreundet bist, statt jene Personen auf der nächsten Party zu treffen. Klar gibt es den Vorteil das sich Menschen in der Anonymität leichter öffnen, doch ist mir da ein persönliches intimes Gespräch lieber.
Ich beneide Menschen, die noch nicht gezwungen werden, das Internet zu nutzen, sondern dies aus Interesse und Neugier tun. Die noch ungehemmt stundenlang telefonieren und die einfach frei sind von dieser unmenschlichen virtuellen Welt. "You got your love online -you think you're doin fine -but you're just plugged into the wall" (Lazlo Bane - Superman) .
Ganz ehrlich. Ich mache mir eher Sorgen um die Vermischung der realen und virtuellen Welt als um die Art der Existenz der virtuellen.
@Plan_B seh ich auch so, jedoch würden wir ein persönliches gespräch immer einem chat vorziehen, ob das in zwanzig jahren immer noch so ist, i dont know, die zeit ist zu schnell für uns menschen, man verliert sich und fürchtet sich. ich erschrecke manchmal davor, wenn mir bewusst wird wie schnell sich alles ändert. ein gefühl von verpassen und entsetzen darüber nicht mit hinterherzukommen, trifft auf zukunftslust und das verlangen am ball zu bleiben. kennste das ?
29.07.2006, 13:40 von Himbeerklumpensorry, aber wie paranoid kann man eigentlich sein? ich selbst bin mediengestalter non-print und das internet ist also mein beruf.
28.07.2006, 22:13 von 3ster"Eigenverantwortung wird abgesprochen"
also bitte. wie siehst du die eigenverantwortung bei jugendlichen die sich noch leicht beeinflußen lassen?
@3ster also, ehrlich gesagt verstehe ich deine frage nicht. ist das nicht bei allem so?
29.07.2006, 12:08 von elvissaaha, du bist also mediengestalter. und designst nebenbei porno-shirts. interesting.
@elvissa du redest von beschneidung persönlicher rechte. und damit sprichst du sicherlich auch die überwachung und zensierung von internet seiten an, oder?
29.07.2006, 12:46 von 3sterund du sprichst davon, das damit eigenverantwortung genommen werde, richtig?
und denkst du nicht, das sowas seinen sinn hat teilweise? leicht beeinflussbare jugendliche surfen heute jeden tag ohne kontrolle im internet. wer weiß was die sich anschauen?
@3ster "wer weiß was die sich anschauen?"
31.07.2006, 01:49 von Grundy_GolemDer nächste Schritt zu dieser These hat einen diktatorischen Ansatz, dass ist dir doch klar? Ich denke wenn ein Kind/Jugendlicher mental weit genug ist um eigenständig nach Informationsinhalten zu suchen, egal welcher Art, dient dies doch bloß zur Ausprägung des bereits vorhandenen Persönlichkeitsansatzes. Diese "leicht beeinflussbaren" Jugendlichen sind doch bloß ein Spiegel dessen, was ihnen vorgelebt wird, die Reaktion hängt dabei hingegen vom charakterlichen Ansatz eines Menschen ab - Stellt sich also die Frage, wie dieser zustande kommt und damit wären wir wieder beim Anfang der Frage
verdammt paradoxer Scheiss
oha, schwerer und analysierender text, aber es geht ja auch um die wurst.
28.07.2006, 19:56 von Himbeerklumpender casus knaktus beim internet, wie du es auch ansprichst, is der mangel an konsequenz! handeln in form von bloggen posten kommentieren etc hat keine realen folgen. (siehe illegaler download)
das is der grosse haken an dem neuen medium, viel input viel output, aber kaum identität. da hilft nur der kategorische imperativ.
ein ist fakt, es hat unser leben schon mehr im griff als wir es dachten.