sandrine_gehriger 10.02.2012, 10:47 Uhr 78 1
NEON täglich

Kulturflatrate

Wollen wir eine Art GEZ für Internetdownloads?

Dass mit Urheberrechtsverletzungen im Internet nicht zu spaßen ist, zeigte das Urteil des Amtgerichts Leipzig gegen den Hauptadministrator des ehemaligen Streaming-Portals kino.to: Über drei Jahre muss er im Gefängnis verbüßen, weil er im Ausland Server mit Raubkopien gemietet hatte. Obwohl das Portal mittlerweile unter leicht abgeändertem Namen und dem Motto „still best online movie streams“ wieder im Netz steht, bleibt die Situation aus rechtlicher Sicht prekär. Das macht auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mehr als deutlich.

Für viele Nutzer stellt sich angesichts der gängigen Internetpraxis die Frage, ob eine solche restriktive Politik überhaupt noch zeitgemäß ist. Sie fordern, das Streaming zu entkriminalisieren und preisen dafür verschiedene solidarische Gegenmodelle an, welche den unbeschränkten Zugang im Internet vor allem als Chance und nicht als Gefahr für die Musik- und Filmindustrie betonen. Die Idee einer „Kulturflatrate“, wie sie teilweise von der Piratenpartei vertreten wird, ist ein solches Modell. Gegen eine monatliche Pauschalgebühr sollen Musik, Filme und andere digitale Inhalte legal heruntergeladen werden dürfen.

Was haltet ihr von der Kulturflatrate? Könntet ihr euch vorstellen, einen monatlichen Fixbetrag dafür zu bezahlen, damit ihr unbeschränkten Zugang zu legalen digitalen Inhalten hättet? Und: Wie viel wärt ihr bereit, dafür zu bezahlen?

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78 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Aber ich würde mir sicher sein wollen, dass der Erlös auch wirklich bei den z.B. Musikern ankommt! Und nicht bei irgendwelchen Konzernen...

    12.02.2012, 19:28 von jackiethejack
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  • 0

    Soweit mir bekannt ist, existieren solche Dienste bereits. Klingt jedenfalls nach einer fairen Lösung, denn vor allem die weniger bekannten Künstler/Musiker leiden, wenn ihre Produkte runtergeladen werden und dafür nicht bezahlt wird. Ich kann mir gut vorstellen, bei der Kulturflatrate mitzumachen, allerdings bei einem Portal, das das größte Angebot an Inhalten hat, und ich wäre bereit, 10-20 Euro dafür auszugeben.

    12.02.2012, 19:24 von jackiethejack
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  • 0

    Und ich zahle dann auf Youtube 10 Euro , bei Neon 10 Euro , beim Spiegel 10 Euro , 1o Euro für Facebook und bei Google für jede Suche 1 Euro ??? damit der digitale Markt dann schön aufgeteilt wird ??

    Das Internet hat aus der Welt eine Gemeinschaft gemacht und diese ist jetzt nicht bereit, dieses Gemeinschaftsunternehmen den Managern , Investoren und sonstigem Ungeziefer zu überlassen . Schließlich verdienen einfach zuviele schon mit und kriegen offenbar die Nase immer noch nicht voll... daher ein klares NEIN .


    11.02.2012, 23:19 von dirkbeineon
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  • 1

    es wird dich dann eine stimme - quasi ausm bildschirm kommend - fragen, "habe die ehre, sameln sie punkte?" und für die punkte kriegst du dann entweder ein kaffeeservice ("und für den herren: ein doller universalschrauber!") oder du darfst dir zwei filme downloaden. einen aus dem action-segment und dann noch was mit liebe und so.

    10.02.2012, 17:04 von lavish
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  • 0

    Die Flatrate halte ich für absolut realistisch.
    Was ich bezahlen würde, weiß ich noch nicht genau. Ich versuche mir da 'n Maßstab künstlich zu bauen. Spontan würde ich sagen: das doppelte von dem, was ich der GEZ zahlen müsste.

    Wichtig ist aber dann, dass da kein Verwaltungsmonster hintersteht, das sich den Großteil der Gelder einverleibt, nur, damit die Kosten für Stempelkissen und Briefpapier gedeckt sind.
    Transparenz ist da das Schlüsselwort, wie bei allem anderen auch: Steuern, GEZ, etc. Würde ganz bestimmt gerne bezahlt, wenn man sieht, wohin es geht.

    Behaupte ich mal ganz kess.

    Auf der anderen Seite hab' ich keine Ahnung, wie man die Pauschaleinnahmen gerecht unter denen verteilt, die Werke schaffen. Macht man das nach Downloadzahlen, macht man das nach Charterfolgen, macht man das nach...was weiß ich?
    Oder kriegt jeder, der etwas macht, das gleiche?

    Müsste man erstmal ausfuchsen.

    10.02.2012, 14:47 von somehowamusing
    • 0

      Oder wie beim BGE:

      jeder Schaffende bekommt erstmal 'ne Grundversorgung und kann sich durch Downloadzahlen was dazuverdienen.

      Spannend.

      10.02.2012, 14:48 von somehowamusing
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  • 0

    Klar, warum nicht?

    Zugriff auf "gute" Inhalte für Geld, ist besser als Geld für "schlechte" Inhalte, auf die man nicht zugreift...

    10.02.2012, 14:46 von Chiral
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  • 0

    und ich Vollidiot zahle GEZ!


    Naja, hauptsache noch ne Flat die ich mir dann hole nur um dann nochn PREMIUM-Abo dazuzukaufen um "exklusive" (nein ich spiele nicht auf Pornos an) Inhalte sehen zu können.


    Im übrigen finde ich die Verurteilung herrlich. Ein widerwärtiger Kinderschänder kriegt 2jahre auf Bewährung -  Der Kapitalverbrecher aka Raubkopierer bis zu 5.


    (Auch wenn ich mich mit dem Satz selbst disqualifiziere:) Deutschland, du hast nich mehr alle Latten am Zaun

    10.02.2012, 14:17 von Jingeling89
    • 2

      "und ich Vollidiot zahle GEZ!"

      Ich auch. Kenne auch keinen, der das nicht tut. Als ob man eine Wahl hätte.

      Übrigens, ich hätte da ncih ein paar neue Ideen für Steuern im Flatrateformat. Eine Luftsteuer. Jeder atmet, verbraucht Luft.  Wie wäre es .... für nur 29,95 € in Monat darf man weiteratmen.

      Oder die Sonnenscheinsteuer. Oder die Regensteuer. Ach ja, die gibts ja schon. Wird von den Gemeinden für Grundstücksinhaber eingenommen, weil der Regen, der auf deren Grundstücke fällt, ja die Kanalisation belastet.

      Wichtig bei der ganzen Sache ist nur, dass man monatlich zahlen muss.  Denn das ist ja der Sinn des Leben, zahlen, zahlen , zahlen ...


      10.02.2012, 15:50 von Cyro
    • 0

      Ich zahle nicht. Ich bin befreit :) Naja zumindest solange, bis es pflicht für alle alle wird.

      10.02.2012, 16:09 von independentdreamer
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  • 1

    Nur wenn garantiert ist, dass ein Großteil dieser Einnahmen auch bei den Künstlern ankommt und nicht bei den Schlipsis die deren Rechte verwalten.

    10.02.2012, 13:30 von forst
    • 0

      Das wiederum ist ja eine Sache zwischen den Schlippsis und den Künstlern...

      Musiker sind keine Kaufleute und ich kenne viele, die mit 'Rechteverwaltung' einigermaßen... nunja, überfordert sind.
      Insofern ist es erstmal nix verwerfliches, wenn es Management-Agenturen gibt, die sich um solche Bürokratismen kümmern...

      Man kann das alles aber in der Tat etwas schlanker organisieren...


      10.02.2012, 13:40 von sailor
    • 0

      Yesyes. Seh ich auch so. 

      10.02.2012, 13:48 von forst
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  • 0

    Auf jeden Fall nicht dagegen.
    Sehr interessant zu lesen zu diesem Thema ein Artikel von Tim Renner
    http://www.motor.de/motorblog/tim.renner/tim_renner_kulturflatrate_positionspapier_fuer_ein_phantom.html
    Abomodelle wie Napster, Spotify oder Netflix nehmen dieses Modell doch
    schon vorweg, jedoch nicht allumfassend. Und in die Richtung wird es nun
    mal gehen. Streaming / Cloud Computing.. physische Datenträger werden
    nunmal verschwinden. Und dann ist es auch egal, ob gestreamt oder
    gespeichert wird. Warum sollte ich für verschieden Abos zahlen, wenn ich
    eine monatliche Pauschale im Monat für Alles zahlen kann?
    Aus Sicht der Künstler gibt es natürlich grosse Bedenken, dass bei ihnen überhaupt noch nennenswerte Beträge ankommen.

    10.02.2012, 13:01 von ichstrahle
    • 1

      physische Datenträger werden

      nunmal verschwinden.

      ?

      Wot?
      Die Datenträger zum mit rumtragen werden verschwinden.
      Aber so'ne Serverfarm von meinetwegen Goockl finde ich sehr physisch...

      Interessant fänd ich in dem zusammenhang auch mal Ökobilanzen...

      Und 'ClaudComputing' kommt mir jetz sch wieder aus den Ohren raus...

      10.02.2012, 13:09 von sailor
    • 0

      sorry ich meine natürlich physische Tonträger / Filmtonträger, CDs DVDs BluRays...

      10.02.2012, 13:11 von ichstrahle
    • 1

      Cloud Computing? was hat denn das Ganze damit zu tun? Im Übrigen ist auch die Cloud, wenn man es ganz genau nimmt (auch wenn nicht mehr unter dem Dach der Firma dann halt an einem anderen, zentralen Ort) auf einem physischen Datenträger gebannt. Und wenn der Server dann halt unter ausländischen Recht und sonst wo auf der Welt steht. Mal abgesehen davon, dass dieses wilde virtualisieren oder abschieben in eine Cloud auch eher stagniert, weil man schon gemerkt hat, dass der Access die Schwachstelle ist und man doch lieber seine Sachen wieder ganz physisch unter seinem Dach wissen will.

      10.02.2012, 13:17 von Sterling4ever
    • 0

      Is doch eh alles gecloud was man sich so runterladen kann...

      10.02.2012, 13:29 von sailor
    • 0

      :D bitte nen Euro ins Wortspiel-Schweinchen!

      aber auch gecloud, bleibst im Endeffekt physisch...

      10.02.2012, 13:33 von Sterling4ever
    • 0

      WIe schon gesagt, ich meinte Mediendatenträger, nicht im allgemein Datenträger wie Server etc.

      Stagnieren wirds nicht, ganz bestimmt nicht. Das soll jetzt nicht heissen dass ich das feier, aber so siehts nunmal aus.

      10.02.2012, 13:38 von ichstrahle
    • 0

      Daten in Clouds speichern und dort jedes mal abrufen ?
      So modern das auch ist, was soll diese Erzeugung von Netzlast und als Abgeben der Verantwortung an unbekannte ? Wer immer der Cloudbetreiber ist, wird das nicht aus Nächstenliebe machen.
      Das Argument für Clouds ist ja, dass man seine Daten auf all seinen Geräten überall jederzeit abrufen kann. Schön. Es mag ja Fälle geben wo das Sinn macht. Doch abgesehen davon ziehe ich es vor meine Daten (aller Art) auch bei mir liegen zu haben.


      10.02.2012, 13:40 von Cyro
    • 1

      Is alles physisch.
      Hab ich doch auch schon gesagt gehabt...

      10.02.2012, 13:41 von sailor
    • 0

      doch tut es. In der Fachpresse gibt es vschon Tipps und Tricks, wie man am besten und schnellsten wieder raus kommt, aus den Cloudverträgen. und wo vorher "10 Gründe für die Cloud" stand, stehen jetzt "Die 10 schlimmsten Fallen/Gefahren der Cloud". Und die gehen auch nur auf ihre, bzw, den Themen ihrer Zielgruppe ein.

      Einzig und allein die firmeninterne Virtualisierung (bspw. Desktopvirtualisierung) wird weiter boomen. Das aber zurecht.

      10.02.2012, 13:43 von Sterling4ever
    • 0

      mein letzter Kommentar bezog sich auf den letzten von ichstrahle

      10.02.2012, 13:44 von Sterling4ever
    • 0

      stimmt, aber iTunes legtt zum beispiel gerade damit los. Das ist schon ziemlich weit weg von der eigentlichen Frage, aber auch hier spielt Kopieren, Raubkopieren, und Vergütung (über eine Flatrate) eine Rolle. 

      10.02.2012, 13:44 von ichstrahle
    • 1

      Ich kann 'Cloud' nicht mehr hören...
      *finger.in.die.ohren.steck.und.brabbel*

      brabbel...

      brabbel...

      brabbel...

      brabbel...

      brabbel...

      10.02.2012, 13:46 von sailor
    • 0

      schöne Vorstellung

      10.02.2012, 13:47 von Sterling4ever
    • 0

      hahaha...
      Tipps & Tricks? sorry aber das hält doch keinen Gozilla wie itunes und Amazon auf. 

      10.02.2012, 13:47 von ichstrahle
    • 0

      ja, ging ja auch nicht um solche Giganten. Außerdem hat Amazon seine eigenen "****" -Server (Sailor zuliebe zensiere ich das böse Wort)

      10.02.2012, 13:49 von Sterling4ever
    • 1

      Serverfarm darfste sagen...

      :D


      10.02.2012, 13:51 von sailor
    • 0

      Und 'ClaudComputing' kommt mir jetz sch wieder aus den Ohren raus...
      Joh, besonders wenn es mal wieder nicht klappt...

      "Programm angehalten, es konnte nicht mit der Cloud synchronisiert werden..."

      10.02.2012, 14:44 von Chiral
    • 0

      Ich mach lieber Synchron-Turmspringen...

      10.02.2012, 14:46 von sailor
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  • 1

    Eindeutig NEIN. Ich gebe nur Geld für konkrete Produkte aus, die ich im Laden kaufe. Ich kaufe CD´s und DvD´s und ich kann es mir einfach nicht angewöhnen, Filme auf nem PC Bildschirm anzugucken. Ich bin auch kein Vielgucker, schaue mir ganz gezielt Filme an bzw. höre ganz gezielt Musik. Und wenn ich es mir schon so aussuche, dann will ich auch Qualität und Genuss. Und das krieg ich nur, indem ich mir das Original kaufe. Und nur dafür zahl ich. Sonst nicht.

    Ich hasse schon die GEZ. Zahle seit Jahren für grottiges Programm, das ich eh nur einmal in der Woche ansteuere.

    10.02.2012, 12:43 von Sterling4ever
    • 0

      ...aber durch dieses Modell würdest du ja gezielt originale in top Qualität und legal und auch noch auf deinen Fernseher bekommen, nur nicht auf einem Silberling.

      10.02.2012, 13:03 von ichstrahle
    • 2

      Da steh ich nich drauf, ehrlich nicht. Das fängt ja schon dabei an, dass ich was irgendwo runterladen soll bla bla blubs, ne ne. Ich will ein Booklet, ich will eine Hülle haben. Ich will sie betrachten können. So wie ich es mit Büchern tu. ich habe eine riesige Bücherwand und ich bin stolz auf jedes Eselsohr. Ich könnte mich bspw. auch nie dafür erwärmen, ein Buch, egal wie legal usw. auf einem tablet PC lesen.

      10.02.2012, 13:11 von Sterling4ever
    • 0

      Ich sehe mir auch gerne meine Vinylscheiben im Regal an, klar, gar keine Frage. aber gefragt wird ja gezielt nach digitalen Inhalten.
      Und bei einem funktionierendem Abomodell würdest du ja gar nichts auf komliziertem Weg runterladen müssen, sondern wie im beispielsweise iTunes, Content direkt aufrufen können.

      10.02.2012, 13:18 von ichstrahle
    • 0

      ja es wird ja nach digitalen Inhalten gefragt und genau deswegen sage ich: Nein ich zahle nicht für digtale Inhalt, weil ich mir da eh nix zu holen gedenke. So. Hab ich es hoffentlich jetzt auf den Punkt gebracht?

      10.02.2012, 13:19 von Sterling4ever
    • 0

      @sterling

      Aber du guckst doch gelegentlich auch mal in den Fernseher rein... Ohne Booklet...
      Warum sollte das Konzept nicht individualisierbar sein...?

      10.02.2012, 13:20 von sailor
    • 0

      ja sehr sehr gelegentlich. oder besser: sehr selten.

      inwiefern individualisierbar?

      10.02.2012, 13:22 von Sterling4ever
    • 0

      TV/Video on Demand

      10.02.2012, 13:44 von sailor
    • 2

      Bitte ein bisschen mehr Tiefgang in der Gedankenbahn.

      Wie die GEZ die Gebühren erhebt, ist scheiße. Das gebe ich dir.
      Aber das Gebührenmodell bringt auch jedem etwas der Privatfernsehen schaut. Nur weil die Privatsender mit den öffentlichen  konkurrieren müssen, hast du nicht alle 10 Minuten Werbung während eines Films und wir Jungs können der guten Gewissheit sein, dass wir internationalen Fussball auch bei den Privaten immer Umsonst schauen können, weil das Pay-TV Modell bei uns im Land keine Chance hat. In fast jedem anderen Land ist es selbstverständlich, dass du für Fernsehen bezahlen musst. Dort dann an einen privaten Anbieter. In Italien geht es so weit, dass nicht mal die Zusammenfassungen von Bundesligaspielen frei gezeigt werden dürfen. Sender stellen dort Fussballmannschaften an, die die Szenen nachspielen. Kein Witz.

      Ausserdem finanzieren wir damit auch völlig unabhängige Medien wie den Deutschlandfunk, der wenigstens etwas unabhängig von der Quote operieren kann. Den hört zwar fast niemand ausser mir, aber ICH finde es beruhigend, dass wir Medien haben die weder vom Staat noch von der Privatwirtschaft gesponsert sind (siehe Italien). Von denen wir ansatzweise vermuten können, dass sie unabhängig berichten. Das ist ein Sicherheitznetz für unsere Demokratie.

      So.

      Eine Kulturflatrate würde nicht nur online funktionieren. In der Tat würden viele immer noch gerne ihre silbernen Scheibchen und Booklets haben, was ich gut verstehen kann. Aber was hindert denn irgendjemanden daran die weiterhin anzubieten? Der Lizenz-teil vom Preis dieser Dinger wäre halt weg und übrig blieben die Kosten für die Presse und die Distribution etc. Ich weiß nicht wie viel das ausmacht, aber ich denke das wären dann vernünftigerweise so 2-5 Euro je nach Auflage.

      Das Modell müsste natürlich erfolgreiche Musiker stärker fördern als andere. Das könnte man online mit dem flattr-modell lösen und offline weiterhin mit Verkaufszahlen.

      Ich habe fertig.

      10.02.2012, 13:46 von WieSieSehnSehnSieNix
    • 0

      wa wa wa. juckt nicht. Um es mal platt zu sagen: Außer den Nachrichten, die ich bei den öffentlich-rechtlichen sehr schätze, guck ich nix, aber auch wirklich nix auf ARD/ZDF usw usw. Und selbst die, hole ich mir als Journalistin selbst. Direkt aus den Quellen quasi.

      Außerdem wie kommst du denn darauf, mehr Tiefgang zu verlangen? Jeder kann in der Schicht argumentieren, die ihn für wichtig erscheint. So platt oder tief das sein mag.

      10.02.2012, 13:52 von Sterling4ever
    • 0

      übrigens: ich gucke erst recht kein Privat-TV. bis jetzt hat mich noch kein Sender wirklich überzeugt.

      10.02.2012, 13:56 von Sterling4ever
    • 2

      »Der Deutschlandfunk hat sechs Millionen regelmäßige Hörer«

      Sagt der Herr Heise... Und der hat ja einen guten Ruf. Und 6 Millionen find ich schon 'ne ganze Menge...

      10.02.2012, 13:56 von sailor
    • 1

      Gerade weil die Privatsender nicht überzeugen ist doch OnDemand gucken und eine Vergütung dafü zu zahlen viel geiler.

      10.02.2012, 14:03 von ichstrahle
    • 0

      Ja, stimmt ja auch, wäre nett aber die Frau Gehringer sprach von, und ich zitiere:

      "Gegen eine monatliche Pauschalgebühr sollen
      Musik, Filme und andere digitale Inhalte legal heruntergeladen werden dürfen."


      Da ging es doch garnicht um TV, oder irre ich mich? Ich glaub ich leg ne Neonpause ein... :)

      10.02.2012, 14:07 von Sterling4ever
    • 0

      doch schon. Ich pausiere mit... ich guck mal was bei facebook so los ist. hahaha

      10.02.2012, 14:11 von ichstrahle
    • 0

      Ja ich glaube wir brauchen alle ne Pause. Auch der Herr "Wiesiesehenusw" hat sich auf ´s TV eingeschossen

      "Eine Kulturflatrate würde nicht nur online funktionieren. In der Tat
      würden viele immer noch gerne ihre silbernen Scheibchen und Booklets
      haben, was ich gut verstehen kann."


      Dabei rede ich und irgendwie auch die Neon-Red. nur von digitalen Kram den man dann legal erwirbt usw usw. Aber wie gesagt: PAUSE, für alle!

      10.02.2012, 14:14 von Sterling4ever
    • 1

      TV ist, was man dafür hält.

      Wenn bei YouTube jedes zweite Musikvideo gesperrt is, weil die GEMA quer im Stall steht, ist das doch... nunja... albern.

      10.02.2012, 14:15 von sailor
    • 0

      "Wenn bei YouTube jedes zweite Musikvideo gesperrt is, weil die GEMA quer im Stall steht, ist das doch... nunja..."

      ... zum abgewöhnen.  Nur manchmal werde ich schwach und stöbere nach Musik, die mir gefällt.

      Es ist zwar nicht realisierbar, aber intuitiv würde ich gelegentlich gerne, damit der Künstler / die Gruppe auch was davon hat, direkt einen kleinen Betrag überweisen. Es gibt Songs, die ich gern immer wieder höre, die wären mir dann, vorausgesetzt ich stehe selber in Brot und Arbeit, habe also ein Einkommen, mit einem kleinen Obulus vergüten.

      10.02.2012, 16:03 von Cyro
    • 0

      Also für mich ist TV ganz klassisch das TV, das Fernsehgerät. Alles andere ist für mich Internet. Und wenn ich etwas auf DVD konsumiere, dann ist es etwas das ich zwar im TV angucke, die Quelle ist aber ne andere. Dann nenn ich es "DVD Abend" aber nicht: In die Glotze starren.

      Ich ging in dieser ganzen Diskussion von digitales Gut aus, weil es in der Neon täglich Frage meines Erachtens auch genau darum ging. Aber ist jetzt auch egal.

      10.02.2012, 16:55 von Sterling4ever
    • 1

      Wie ihr vielleicht nicht ganz genau bemerkt habt, hatte mein Kommentar zwei Teile.

      Einer beschäftigte sich mit dem Sinn oder Unsinn eines öffentlich-rechtlichen Rundfunkmodells. Dafür habe ich die Beispiele mit dem Fernsehen und dem Radio gebracht.

      Der zweite Teil ging allein auf das von dir erörterte Problem ein, dass du befürchtest, dir über eine Kulturflatrate keine CD's etc kaufen zu können.

      Die Idee einer „Kulturflatrate“, wie sie teilweise von der
      Piratenpartei vertreten wird, ist ein solches Modell. Gegen eine monatliche Pauschalgebühr sollen
      Musik, Filme und andere digitale Inhalte legal heruntergeladen werden dürfen.
      Auch Musik auf CD's ist digital, genau so wie Filme auf DVDs. Eine Kulturflatrate würde zwangsläufig auch Datenträger betreffen auf denen digitale Inhalte abgelegt sind. Ein Unterschied kann gar nicht gemacht werden. Oder wer soll feststellen, ob die mp3s die ich einem Freund kopiert habe von einer CD oder dem Internet geladen wurden? Es sind dieselben Dateien. Das gleiche gilt für Filme und Bilder.

      Es geht ganz allgemein darum, wie das Geld vom Konsumenten zum Künstler kommt und das betrifft den realen Raum zwangsläufig genau so wie den virtuellen.

      11.02.2012, 07:47 von WieSieSehnSehnSieNix
    • 0

      Da stimme ich WSSSSN zu...

      Spielt im Sinne der Frage keine Geige, ob das Kültürstück auf DVD zum mit rumtragen ist, via Rundfunkanstalt versendet wird oder per Stream abgerufen wird. Also für die Urheberrechts- und Vergütungsfrage...

      11.02.2012, 08:55 von sailor
    • 0

      Und noch ein aller aller aller letztes Mal: Ich ging in meiner Antwort direkt auf die Frage der NEon REdaktion ein, die da schon im Untertitel lautetettettetete:
      Wollen wir eine Art GEZ für Internetdownloads?


      Und das will ich nicht. Wie man das ganze jetzt interpretieren/ auslegen kann, wo diese Flat noch ansetzbar wäre, ob die Daten vorher digital sind, bevor sie gebrannt werden bla bla bla hat mich bei der Beantwortung nicht berücksichtigt, weil ich das auch nicht vorhatte.

      UNd wie mein Geld zum von mir konsumierten Gut eines Künstlers kommt, ist ja längts von mir beantwortet: Indem ich Tonträger kaufe. Fertig.


      WSSSSN- man kann auch jedes Thema unglaublich in die Länge ziehen und Aspekte reinbringen, die mich nicht jucken. Frage war: willste ne Flat für digitalen Kram ausgeben, Antwort von mir: Nein. Punkt.

      Ich hass des, wenn mir jemand eine Diskussion ums Verrecken aufzwingen will. Übel, meine Güte.

      11.02.2012, 09:05 von Sterling4ever
    • 1

      Ja, aber aber aber...

      :D

      @Cyro
      » damit der Künstler / die Gruppe auch was davon hat, direkt einen kleinen Betrag überweisen.«

      Was youtube und die GEMA angeht, das sind ja auch Videos von Bands nicht verfügbar, die seit 25 Jahren weg vom Fenster sind... Da geht's ja nicht mal mehr darum, Künstler zu vergüten. Ich wage mal die steile Vermutung, das es einem wie FatBoySlim am Arsch vorbei geht, ob die ollen (und teilweise richtig guten) Housemartins-Videos bei Youtube zu sehen sind, oder nicht... Da verdient doch eher der Rechteverwerter als der Urheber...

      11.02.2012, 14:36 von sailor
    • 0

      @Sterling
      Ich habe dir jetzt zwei mal versucht zu erklären, dass es eine Kulturflatrate ausschließlich für im Internet beziehbaren Medien nicht geben KANN, weil es sich dabei um dieselben Medien handelt die auch ausserhalb des Internets zur Verfügung stehen. Ich will nicht diskutieren was es für Auswirkunge haben KÖNNTE sondern zeige auf, was eine Kulturflatrate bedeuten MUSS.

      Deswegen haben wir beide die gesamte Zeit über dasselbe gesprochen. Keine Sorge. Ich werde nicht probieren es dir ein viertes Mal zu erklären.

      Grundsätzlich musst du damit rechnen, dass dir jemand antwortet wenn du hier etwas hinschreibst. Genau so wie ich diese Behauptungen von dir hinnehmen muss, obwohl meine Beiträge immer nur eine Reaktion auf das war, was du geschrieben hattest. Keine neuen Aspekte.

      Zitat von dir:
      Frage war: willste ne Flat für digitalen Kram ausgeben, Antwort von mir: Nein. Punkt.
      Das war eben nicht die Frage. Die Überschrift von dem Artikel heißt "Kulturflatrate", auch in dem Artikel heißt es "Kulturflatrate" und dann wird erklärt, dass eine "KULTURFLATRATE" auch bedeutet, dass Sachen im Internet umsonst runterladbar wären.

      Es geht hier also um eine KULTURFLATRATE und auch wenn sich der Artikel sich auf das herunterladen konzentriert, gilt der Begriff für die komplette Kultur und das muss er auch, wie ich nun genug erklärt habe.

      Ich MUSSTE diesen Aspekt nur wegen DIR auswälzen weil dein einziges Argument gegen eine solche Kulturflat war, dass du CDs lieber in echt hast.
      Hier also wirklich ein letztes mal. Eine KULTURFLAT, so wie sie in der Überschrift des Artikels erwähnt wird bedeutet nicht, dass wir Geld ausschließlich für Kultur, die im Internet vertrieben wird bezahlen würden, sondern für Kultur im allgemeinen. Deswegen würde sich das auch auf CDs und DVDs auswirken und das hat DIREKTEN Bezug auf deine Argumentation. Dein Argument dagegen ist damit in meinen Augen entkräftet.

      11.02.2012, 16:14 von WieSieSehnSehnSieNix
    • 0

      In aller Kürze, falls du Pickel kriegst bei dem Text da oben:

      Dein Argument war, das du Kultur im Internet nicht nützt und deswegen keinen Pauschalbetrag dafür bezahlen willst.
      Deswegen ist mein Hinweis, dass sich die Flatrate auch bei der Fragestellung auf die Kultur im Allgemeinen erstreckt und sich nicht nur auf das Netz beschränkt, wichtig.

      11.02.2012, 16:21 von WieSieSehnSehnSieNix
    • 1

      :D monsieur WSSSSN: Ich habe nur @sterling gelesen und dachte "sick to death with that"

      oh ich sehe der zweite Abschnitt richtet sich auch an mich. puh. muss ich das lesen? Nö!

      Aber danke, dass Du dir die Mühe gemacht hast.

      11.02.2012, 20:19 von Sterling4ever
    • 0

      Ist klar. Hier. Herzchen für dich.

      12.02.2012, 05:57 von WieSieSehnSehnSieNix
    • 0

      geherzt zu werden, fühlt sich super an

      12.02.2012, 08:20 von Sterling4ever
    • 1

      DAS ist Kultur...

      12.02.2012, 09:48 von sailor
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