timbaumgarten 13.05.2009, 11:11 Uhr 0 0

Apple Iphone in Indien unter Druck

Indien mag zwar der am schnellsten wachsende Wireless-Markt der Welt sein, dennoch waren die Erwartungen von Apple

Indien mag zwar der am schnellsten wachsende Wireless-Markt der Welt sein, dennoch waren die Erwartungen von Apple an die dortige Markteinführung des iPhone 3G nicht allzu hoch angesetzt. Apple soll zunächst lediglich 50.000 iPhones an seine indischen Partnerunternehmen ausgeliefert haben, bis zum Jahresende war eine Verdoppelung des Ausliefervolumens geplant.

Legt man diese Zahlen zugrunde, so dürften die indischen Apple-Partner noch zahlreiche ausgelieferte iPhones auf Lager haben. Laut der indischen Zeitung Mint hat Apple bisher erst 11.000 iPhones in Indien verkauft - einem Land mit 1,14 Milliarden Einwohner, in dem jeden Monat 8-10 Millionen Handys abgesetzt werden. Die Autoren Priyanka Mehra und Shauvik Ghosh bezeichnen die Markteinführung als den größten Fehlschlag, den Apple in jüngster Zeit erlitten hat.

Dabei ist die Preisgebung nur ein Teil des Problems. Prathap Suthan, Creative Director der Werbeagentur Cheil Communications India, führt die schwache Absatzentwicklung insbesondere auf enttäuschte Erwartungen zurück. Apple-Gründer Steve Jobs hatte angekündigt, das iPhone weltweit für 199 US-Dollar anzubieten. Dieses Versprechen konnte Jobs für den indischen Markt nicht einhalten, da die dortigen Mobilfunkbetreiber die Smartphones nicht bezuschussen, wie dies in Europa oder den USA gängig ist. Zudem seien bei der Vermarktung die marktdominierenden Einzelhandelsketten außer Acht gelassen worden. Letztendlich, so Suthan, sei es Apple nicht gelungen, eine Verbindung zu den indischen Verbrauchern aufzubauen.

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