Timm_Klotzek 16.09.2005, 17:53 Uhr 27 0
NEON täglich

Erben

Macht Geld, das man nicht selbst verdient hat, auch glücklich? Habt ihr mit euren Eltern übers erben gesprochen?

Neulich, an einem dieser Sommerabende, die gar keine Sommerabende waren, sondern Herbst mich langem Licht, war ich zu einem Abendessen eingeladen. In eine ganz tolle Wohnung mit Dachterasse, Gästezimmer, riesiger Wohnküche. Der Abend war nett, es wurde viel gelacht und irgendwann kam einer von der Toilette zurück an den Essenstisch und fragte die Gastgeberin in eine kurze Gesprächspause hinein: “Sag mal, was zahlst du eigentlich Miete für das Teil?”. Still wurde es am Tisch – und auf merkwürdige Weise peinlich. Gar keine Miete zahlt sie, die Wohnung gehört ihr, sie hat – Vorsicht Tabu – geerbt. 130 Millarden werden in Deutschland jährlich weitergegeben, so steht es in der aktuellen Titelgeschichte von NEON. Unglaublich viel Geld. Fragen verbinden sich damit: Macht Geld, das man nicht selbst verdient hat, auch glücklich? Habt ihr schon mit euren Eltern übers Erben gesprochen? Ein Thema, das mulmig machen kann, findet ihr nicht auch?

27 Antworten

Kommentare

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    ÄÄÄhhh Frage: Nach eurem Artikel werden in Detuschland/Jahr Jährlich 130 Milliarden Euro vererbt! Wieviel davon sind denn Schulden? Falls nicht, wieviel Schulden werden denn vererbt in Deutschland? Möchte ja nicht Schwarzmalen aber ich denke die größere Bevölkerungsschicht (vielleciht nicht unbedingt die Leser dieses Forums) wird in naher Zukunft doch eher die Frage interessieren!

    18.10.2005, 00:28 von alfred33
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    ich finde es schade, dass das thema immer noch so ein tabu in unseren familien ist. klar ist erben mit dem verlust eines lieben menschen verbunden, aber sind wir doch mal ehrlich, irgendwann kommts soweit, das ist der lauf des lebens. bedenklich wirds dann wenn wegen dem erbe streit unter den hinterbliebenen aufkommt, was wiederum durch ein vernünftiges testament wieder weniger wahrscheinlich ist. und dass wenige vernünftige testamente existieren, liegt einfach am tabu, womit sich der kreis geschlossen hätte. also redet darüber in euren familien.

    05.10.2005, 18:53 von rufdum
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    Ich schließe mich vielen anderen hier an:
    Erben macht keinen Spaß.

    Habe nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter immerhin aus der Lebenversicherung genug Geld für einen neuen Kleinwagen bekommen.
    Das Geld liegt jetzt auf einem Bausparer, ganz weit weg von mir, ich mag es nicht benutzen, ich will mich davon nicht mit Stereoanlagen und Klamotten beglücken, bis es alle ist. Irgendwann mach ich was wichtiges damit, keine Ahnung was.

    Ich lebe jetzt weiter mit meinem bissel Studentengeld, durch die Halbwaisenrente koste ich meinen Vater jetzt immerhin weniger. An Bafög ist natürlich nicht zu denken, solange ich dieses Geld besitze, aber ich bin froh, dass ich dank meiner Eltern immerhin nicht vor einem Berg Schulden stehe, wenn ich von der Uni komme.

    Von meiner Oma, die ihr Geld leider sehr großzügig an ihre Versagerkinder verteilt, erwarte ich nur, dass dann hoffentlich genug übrig bleibt, dass man eine vernünftige Beerdigung zahlen kann, denn außer uns wird der Rest der Familie für sowas sicher kein Geld locker machen. Und selbst nach diesem Beerdigungsgeld strecken die jetzt schon die Finger aus.

    Erben ist scheiße. Denn spätestens dann muss man erleben, wie wichtig manchen nur das Erben ist.

    26.09.2005, 14:28 von diealiz
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    um der diskussion noch einen anderen twist zu geben, im schiller-jahr ein zitat aus "Don Carlos":

    "Wie schoen, zu pflanzen, was ein lieber Sohn einst erntet."

    25.09.2005, 01:35 von Provinzspiesser
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    Versteh das Erb-Problem nicht so ganz: Mein Opa lebt immer noch! -Schön.
    Bis meine Eltern mir mal etwas vererben, sind meine Kinder, die ich erst noch bekommen muß, aus dem Haus. Mit Erbe zu kalkulieren, halte ich für vermessen. Da müssen Eltern schon SEHR wohlhabend sein oder früh versterben, ansonsten sollten sie ihr erarbeitetes Geld doch größtenteils selbst verleben,. oder??

    23.09.2005, 13:10 von kokanee
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      @kokanee " ansonsten sollten sie ihr erarbeitetes Geld doch größtenteils selbst verleben,. oder?? " ...

      ..dito.. :)

      23.09.2005, 15:42 von Mehlano
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    Glaubt mir, geerbtes Geld schmeckt überhaupt nicht, besonders von den Eltern!

    :-(

    21.09.2005, 16:33 von m-jam
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    Mit Erben verbinde ich den Tod eines Menschen - und in meinem Fall KANN es nur Menschen treffen, die mir nahe stehen und deren Verlust schmerzen würde!

    Deshalb pauschal: nein, glücklich würde es mich definitiv NICHT stimmen.

    Aus- bzw. weiterhelfen - okay, weil Geld kann nie verkehrt sein. Und an irgendeiner Ecke gibt es imho IMMER etwas zu investieren. Sei es in die Freundin, in die Wohnung, in das Auto oder in einen selbst...ganz egal, was damit im Einzelnen gemeint sein könnte.. ;)

    Gesprochen haben meine Eltern, mein Bruder und ich bisher noch nicht über das Thema. Und ich bezweifle, dass es irgendwann großartig zum Thema gemacht wird - jedenfalls nicht von meiner Seite. Frei nach dem Motto "Wenn es ihr letzter Wille ist, okay, aber ich werde KEINE fordernde Haltung einnehmen". Ganz schön pervers; dieser Gedanke von "darauf hoffen" oder es irgendwo "zu fordern".

    Also bleibt mein Fazit: Erben kann ich wenn überhaupt nur DANN, wenn meine Eltern hopps gehen - und das ist ein Umstand, den ich ehrlich gesagt am aller wenigsten herbeisehne.

    ..that's it.

    19.09.2005, 22:06 von Mehlano
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    @ Frl. Annika:

    "Wir sind nur dazu auf der Welt einen Partner zu finden und Liebe zu geben und zu erfahren. LIEBE ist also unser Sinn des Lebens"

    AMEN

    Also bei uns ist jetzt auch eine verzwickte Sachlage am Start, da wir zu Hause (auf dem Land) einen Bauernhof haben, den meine Eltern auch noch betreiben, der aber wohl die nächsten Jahre eingestellt werden wird, weil die 4 Kinder alle studiert haben (bzw. noch stud.) und jetzt in München leben, arbeiten. Das Aufhören der Landwirtschaft ist natürlich für meine Eltern nicht leicht, da sie auf dem alteingesessenen Familienbetrieb ihr Leben verbrachten und hier auch ihre Kinder aufzogen. Wer erbt ist ihnen nun eigentlich gleichgültig, der Hof soll nicht "zerissen" werden und um ihre Pflege soll auch gesorgt sein (es ist eine etwas größere Distanz von München nach Hause).

    nich einfach...

    19.09.2005, 20:45 von georgeTR
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