init-admin 17.10.2008, 11:59 Uhr 0 0

Die Achse der Bösen

Vor dem Krieg gegen Georgien hatte man beinahe vergessen, dass Russland ein klassisches SCHEISSLAND ist. Dabei erfüllt Putins Reich beinahe alle Kriterien - die neben den üblichen Verdächtigen auch vermeintliche Strebernationen mit schlechten Beispielen bestätigen.

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1. Scheißländer haben immer »innere Angelegenheiten«, in die sich niemand einmischen soll

Iran
Präsident Ahmadinedschad in einem Brief an Angela Merkel: »Lange mischten sie (die Sieger des Zweiten Weltkriegs) sich in unsere inneren Angelegenheiten ein.«
China
Als George Bush den Dalai Lama empfing, reagierte das chinesische Außenministerium: »Wir haben die USA dringend gebeten, jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas zu beenden.«
Weißrussland / Russland
Die russische Duma sorgte sich um ihren Nachbarn Weißrussland, Europas letzte Diktatur, in einer 2006 verabschiedeten Erklärung: »Über die Unzulässigkeit der Einmischung in innere Angelegenheiten von Belarus«.
Venezuela
Im Mai 2008 verbittet sich Präsident Chávez »die Einmischung in innere Angelegenheiten« durch Angela Merkel.
Türkei
1980 protestierte »Hürriyet« gegen eine Einmischung »in die inneren Angelegenheiten der Türkei«, nur weil das ZDF sich für den zu Gefängnis verurteilten Filmemacher Yilmaz Güney einsetzte. Im September 2004 verbat sich der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan eine »Einmischung in innere Angelegenheiten« durch die EU.

2. In Scheißländern kümmern sich die Machthaber immer ein bisschen zu viel um den Sport

China
Platz eins im Medaillenspiegel bei den Olympischen Spielen in Peking wurde von der chinesischen Führung als Staatsziel inoffiziell ausgegeben und mit deutlichem Vorsprung vor den USA und Russland erreicht.
Libyen
Präsidentensohn Al-Saadi Gaddafi versuchte, sich beim Fußballclub Lazio Rom einzukaufen. Anschließend wollte er seinen Traum von der Profikarriere beim AC Perugia verwirklichen - saß dort aber nur auf der Reservebank. Italien Der AC Mailand gehört Silvio Berlusconi.
Russland
Die Sowjetunion war das krasseste Beispiel dafür, wie Doping im Regierungsauftrag eine Sportart ruinierte: Seit 1948 wurden alle Weltrekorde im Kugelstoßen von Sportlerinnen des Ostblocks aufgestellt. Der Weltrekord der Russin Natalja Lissowskaja von 1987 gilt bis heute.
Elfenbeinküste
In den Neunzigern bezahlte die Regierung Hexenmeister, die unter anderem beim Afrika- Cup im Spiel gegen Ghana eingesetzt wurden.
Deutschland
Zahl der anwesenden Minister beim Vorrunden- EM-Spiel gegen Österreich in Wien: fünf.

3. In Scheißländern bleibt die Macht oft in der Familie

Kuba
Nach 47 Jahren an der Staatsspitze übertrug Fidel Castro die Regierungsgeschäfte 2006 auf seinen Bruder Raúl.
Usbekistan
Staatspräsident Islam Karimow bereitet angeblich die Machtübernahme seiner ältesten Tochter Gulnara vor.
Argentinien
Auf Präsident Nestor Kirchner folgte Ende 2007 seine Frau Cristina Fernández de Kirchner.
Kongo
Präsident Joseph Kabila ist der Sohn des früheren Präsidenten Laurent-Désiré Kabila.
Libyen
Muammar Al-Gaddafis Sohn Saif Al-Islam gilt als möglicher Nachfolger des Staatschefs.
Syrien
Präsident Hafiz Assad hat die Macht an seinen Sohn weitergereicht.
Nordkorea
Kim Il Sung vererbte sein Präsidentenamt an seinen Sohn Kim Jong Il.
Frankreich
Nicolas Sarkozys Sohn Jean wird seit seiner Wahl in den Rat des Départements Hauts-de- Seine als politische »Hoffnung« gehandelt.

4. Scheißländer betreiben gewaltige Bauprojekte, mit denen sich die Herrscher verewigen wollen

Ägypten
Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser ließ von 1960 bis 1971 den Assuan-Staudamm bauen, ein Projekt, für das 100 000 Menschen umgesiedelt werden mussten und bei dessen Bau 451 ihr Leben ließen.
China
Durch den 2006 fertig gestellten Dreischluchtendamm am Jangtsekiang wurden dreizehn Städte, darunter Wanxian mit 140 000 Einwohnern und Fuling mit 80 000 Einwohnern, sowie zahlreiche Dörfer überflutet. Insgesamt wurden für den Bau der Talsperre rund 1,3 Millionen Menschen umgesiedelt.
Russland
Es ist ein Plan des Zaren Nikolaus II., den Wladimir Putin nun verwirklicht: ein 103 Kilometer langer Tunnel, der Sibirien mit Alaska verbindet. Der »TKM-World-Link«, so der Name, soll in Kooperation mit den USA und Kanada entstehen. Kosten: 65 Milliarden Dollar.
Pakistan
Die heutige Hauptstadt Islamabad wurde erst in den sechziger Jahren vom Militärdiktator Muhammad Ayub Khan gegründet.
Turkmenistan
Der frühere Herrscher Saparmurat Nijasow, bekannt als Turkmenbaschi (Vater aller Turkmenen), ließ eine Statue von sich errichten, die auf einem sechzig Meter hohen Turm steht und sich dreht, sodass das Gesicht des Herrschers immer der Sonne zugewandt ist.
Italien
Berlusconi plant die längste Hängebrücke der Welt, die auf einer Strecke von 3,3 Kilometern Sizilien mit dem Festland verbinden soll.
Jemen
Zwischen Jemen und Dschibuti soll die größte Brücke der Welt gebaut werden, die Asien mit Afrika verbinden wird. Bauherr der 28,5 Kilometer langen und 200 Milliarden Dollar teuren Brücke ist Scheich Tarek Bin Laden, der Bruder von Osama Bin Laden.

5. In Scheißländern spielt Blut in der politischen Symbolik eine große Rolle

Simbabwe
Im Juni 2008 drohte Präsident Robert Mugabe: »Wir haben viel Blut für dieses Land vergossen. Wir werden es nicht bloß wegen eines Kreuzchens auf dem Wahlzettel aufgeben.« ´
Iran
Am Eingang des Zentralfriedhofs in Teheran steht ein Brunnen mit rot gefärbtem Wasser, das das Blut der »Märtyrer« symbolisiert
Südafrika
»Wir reiten, bis wir im Blut versinken«, schworen weiße Rassisten, als der »Spiegel«-Reporter Erich Wiedemann Anfang der achtziger Jahre für sein gleichnamiges Buch im Apartheids- Südafrika recherchierte
Kuba
»Weder verhandelt noch verkauft Kuba seine Revolution, die das Blut und das Opfer von vielen seiner Kinder gekostet hat.« (Fidel Castro)
Russland / Tschetschenien
Der inzwischen liquidierte tschetschenische Terroristenanführer Shamil Bassajew in einem BBC-Interview: »Russland ist das letzte Großreich. Es ist auf Blut gebaut.«
Österreich
Der Legende nach hat die österreichische Flagge deshalb die Farben Rot und Weiß, weil Herzog Leopold V. im Kampf um die Stadt Akkon während eines Kreuzzugs einen weißen Mantel trug, der nach dem Kampf blutgetränkt war. Im Lager löste er seinen Gürtel und seine Männer sahen: rot-weiß-rot.
Türkei
Im Januar 2008 werden Schüler von türkischen Politikern wie Helden gefeiert, weil sie eine Landkarte der Türkei mit ihrem eigenen Blut gemalt haben. Sie hatten sich dafür zwei Monate jeden Tag selbst welches abgezapft.
Frankreich
In der Nationalhymne ist gleich zwei Mal von Blut die Rede: Der Feind hat ein blutiges Banner (»l?étendard sanglant«) und unreines Blut (»sang impur«). Fotos:

6. In Scheißländern zeigen sich die Potentaten gerne mit Sonnenbrillen

Libyen
Russland
Irak
Simbabwe
USA & Frankreich

7. Scheißländer haben sehr viele Minister, zum Teil für ganz absurde Ressorts

Simbabwe
Minister für Land- und Umsiedlungsprogramme. Minister für kleine und mittlere Unternehmen. Somalia Die »Übergangsregierung«, die bis 2005 im Exil in Nairobi saß, hatte zwar keine Macht und kein Land, aber insgesamt 89 Minister und stellvertretende Minister.
Kuba
Minister für Leichtindustrie, Zuckerindustrie, Stahlindustrie.
Saudi-Arabien
Minister für Mekka-Pilger. Minister für islamische Angelegenheiten.
China
Minister für Bevölkerungsplanung. Minister für Eisenbahnwesen. Minister für Wasserreserven.
Nordkorea
Minister für Elektroindustrie. Minister für Vorsorge und Ernährungsverwaltung. Minister für Land- und Wassertransporte.
Birma
Minister für Hotels und Tourismus. Minister für religiöse Angelegenheiten. Die Ministerien für Einwanderung und Industrie gibt es gleich doppelt.
Bolivien
Minister für Kohlenwasserstoffe.
Haiti
Minister für Haitianer, die im Ausland leben.
Niederlande
Minister für Weltraumplanung und Umwelt. Minister für Inneres und Beziehungen zum Königshaus.
Italien
Roberto Calderoli von der Lega Nord, deren Stimme Berlusconi brauchte, wurde, weil kein anderes Amt frei war, zum »Minister für bürokratische Vereinfachung« gemacht.

8. In Scheißländern gibt es demütigende Aufnahmeriten in Uni, Schule, Militär

Russland
Dem Rekruten Andrej Sytschow mussten 2006 nach einer üblichen Misshandlung durch ältere Soldaten die Beine und Genitalien amputiert werden.
Irak
Über das irakische Militär heißt es, dass Soldaten ein Kaninchen aufschlitzen und das noch schlagende Herz verspeisen müssen.
Deutschland
Früher mussten Studenten sich bei der Mensur gegenseitig mit dem Säbel die Gesichter vernarben. Heute schieben sich Bundeswehrsoldaten vor dem Kongo-Einsatz Dörrobst in den Po.
Niederlande
Vergangenes Jahr wurden Fälle gemeldet, in denen Erstsemester lebende Goldfische schlucken oder Sex mit Hühnern haben mussten, um in eine Studentenverbindung aufgenommen zu werden.
Frankreich
Die »Bizutage«, wie man die rituelle Erniedrigung, das Berauben und den Missbrauch von Neulingen in Unis und Schulen nennt, war so verbreitet, dass die damalige Ministerin Ségolène Royal 1998 ein Gesetz initiierte, das sie unter Strafe stellt.
Italien
In der italienischen Armee ist bis heute »Nonnismo « weit verbreitet, obwohl es offiziell verboten ist: die sexuelle und/oder schmerzliche Demütigung von Neulingen (sogenannten »Enkeln«) durch die »Großväter« (»nonni«), also die älteren Kameraden.
USA
Am 2. Februar 2005 starb Matthew Carrington, Student an der Chico State University von Kalifornien, nachdem er im Keller eines studentischen Verbindungshauses stundenlang gequält worden war. Gouverneur Schwarzenegger verschärfte daraufhin ein Gesetz, das das sogenannte »hazing« von Studentenfrischlingen unter Strafe stellt.

9. Machthaber in Scheißländern zeigen sich oft mit Showgrößen oder sind mit ihnen liiert

Philippinen
Die Diktatorengattin Imelda Marcos ist eine ehemalige Schönheitskönigin.
Polen
1993 wurde die ehemalige Miss Polen, Ewa Wachowicz, völlig überraschend zur Regierungssprecherin ernannt.
Italien
Zur Ministerin für Chancengleichheit seiner Regierung hat Silvio Berlusconi Mara Carfagna, Exshowgirl und ehemalige TV-Moderatorin, gemacht, und sie in einer Talkshow angeschmachtet: »Mit dir würde ich überall hin - gehen, auch auf eine einsame Insel. Ich würde dich heiraten, wenn ich nicht schon verheiratet wäre.«
China
Maos Frau Jian Qing, die später mit der »Viererbande « selbst eine Zeit lang die Volksrepublik mitregierte, war eine ehemalige Schauspielerin. Außerdem ließ Mao sich fast täglich junge Tänzerinnen zuführen.
Nordkorea
Kim Il Sung ließ eine Schauspielerin aus Südkorea entführen, weil er so große Sympathien für sie hatte.
Frankreich
Carla Bruni!
Russland
Ministerpräsident Putin wird ein Verhältnis mit der Turnerin Alina Kabajewa nachgesagt.
USA
Ronald Reagan, Arnold Schwarzenegger - hier sind die Herrscher sogar sehr häufig selbst ehemalige Showgrößen.

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