Philipp_Mattheis 19.04.2006, 12:52 Uhr 26 0
NEON täglich

Alles Dispo

Niemand spart mehr, oder doch?

„Bei Markus ist es jetzt so weit“, meinte Sandra gestern stolz am Telefon. Markus, ihr Freund und genauso alt wie ich, wird sich eine Eigentumswohnung kaufen. Darauf hat er seit Jahren gespart. Na toll.

Sparen, das klingt leider viel zu sehr nach am Wochenende daheim bleiben. Eine Eigentumswohnung hätte ich freilich auch gerne. Aber Sparen fällt mir schwer. Es ist wie verhext: Je mehr Geld ich verdiene, desto mehr gebe ich aus, das kleine Minus am Ende des Monats hält sich seit Jahren beharrlich.

Schwacher Trost: ich bin damit nicht allein, vielen geht es sogar noch schlechter. Laut dem ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sind 20 Prozent aller Jugendlichen verschuldet. Darüber hinaus sind 20 Prozent aller zahlungsunfähigen Menschen unter 25 Jahre alt. Insgesamt schulden sie ihren Banken 3,8 Milliarden Euro.

Worauf habt ihr zum letzten Mal gespart? Und wann war das letzte Mal euer Konto überzogen?

26 Antworten

Kommentare

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    Wie heißt es so schön: Geld macht nicht glücklich, es beruhigt nur die Nerven. Aber wisst ihr wie schön es sich mit ruhigen Nerven lebt? 4 Jahre Studium sind auch an mir nicht klanglos vorbei gerauscht. Ich habe ab den vierten Semester arbeiten gehen müssen, um Miete und mein Auto finanzieren zu können. Größere Anschaffungen und Urlaube gab es die ganze Zeit nicht. Leider konnte ich auch nicht am Studentenaustausch mit Amerikanern teilnehmen. Jeder kann froh sein, wenn er von seinen Eltern unterstützt wird. DOch sollte von jeden das Ziel sein, unabhängig sich sein Leben aufzubauen. Obwohl die Studeinzeit für mich die tollste Zeit überhaupt war, erschlägt einen umso mehr der Alltag der Arbeitswelt.Im Minus bin ich bisher nur zweimal gekommen, aber das lag daran das ich mit mein ganzes Gespartes mein Konto immer ausgeglichen habe. Ich bin aus einem WG-Zimmer zu meinen Freund in ein Haus gezogen mit all´den Problemen, die damit zusammen hängen. Derzeit schreibe ich mein Diplom in einem Unternehmen. Zwar mit Vergütung, doch es reicht nicht zum Glücklich werden. Und die fette Seifenblase mit dem tollen Job nach dem Studium ist schon längst geplatzt. Ich kann nur jeden raten, sich einen Puffer zu schaffen, denn nichts geht mehr an die Substanz wie die ständige Sorge um das liebe Geld. Ich hoffe auch, dass ich einen Job dann finde mit dem ich mir nun endlich mal ein wenig Luxus leisten kann. Vielleicht hebt das dann die innere Verfassung...vielleicht sollte ich auch einfach nur mein Diplom fertig schreiben...oder einfach nur den Tag genießen wie damals..

    20.04.2006, 13:29 von MM96
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    Kann man überhaupt noch sparen, soll man noch sparen? Man soll doch die Wirtschaft ankurbeln oder soll man doch fürs Alter sparen? Soweit alles unklar.

    Klar ist, der Dispo wird regelmäßig genutzt.

    20.04.2006, 10:41 von schmusekaterMuc
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    Ich bekämpfe seit ca. 2 Jahren das mir antrainierte typisch deutsche Sicherheitsdenken. Ich habe seit früher Kindheit immer gespart, das wurde mir so eingebleut, da mein Vater nicht mit Geld umgehen konnte und meine Mutter immer den Daumen drauf halten mußte. Das prägt. Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung gemacht und auch weiter fleißig gespart, weil man ja studieren gehen wollte. Dann habe ich angefangen zu studieren und mich ganz schön schlecht gefühlt, weil ich das erste mal an mein Erspartes dran gegangen bin. Das Polster schrumpfte. Dann fühlte ich mich noch schlechter, als ich mein erstes Studium abgebrochen habe und quasi das Geld für den Umzug und die Wohnung in einer anderen Stadt "umsonst" ausgegeben hatte. Vor zwei Jahren war ich dann wiederum studienbedingt 2 Semester in den USA. Und hab mein komplettes Ersparters "auf den Kopf gehauen." Und obwohl es auch genau dafür gespart wurde, fühlte ich mich wieder schlecht. Als ich nach Hause kam, habe ich noch mehr nebenbei gearbeitet als vorher, um mein Konto wieder auszugleichen. Dabei blieb meine Gesundheit auf der Strecke, wofür ich dieses Jahr die Quittung bekam. Wohlgemerkt: im Minus war ich damals trotzdem nie. Dann konnte ich durch Zufall wieder für ein halbes Jahr ins Ausland. Und als ich dann Ende letzten Jahres wieder heim kam, war ich das erste mal im Minus. Panik. Das hat mir echt zu schaffen gemacht. Mittlerweile bin ich da aber relaxter, denn a) kann mir die Erfahrung im Ausland keiner mehr nehmen, und es hat sich auf alle Fälle sowas von gelohnt b) ich komme zumindest gut über die Runden, und das zählt d) meine Gesundheit ist mir wichtiger als alles andere und ich leg mich jetzt nicht mehr krumm und acker wie blöde, nur damit ich 1000€ aufm Sparkonto habe d) in anderen Ländern ist die universitäre Ausbildung schweineteuer, so dass Schulden in jungen Jahren ganz normal sind. Und ich reg mich darüber auf, wenn mein Konto 1(!!!!!) Mal um 200€ überzogen ist. So'n Quatsch. Ich kann froh sein, dass ich meine Ausbildung umsonst genießen kann und dass ich mir auch "Luxusgüter" leisten kann (das Shampoo für 3€ zählt für mich auch dazu), während andere das billigste vom billigen kaufen müssen. Klar, es ist trotzdem scheiße, wenn man ständig mit Existenzängsten zu kämpfen hat. Kriegt man nen Job nach dem Studium, kriegt man keinen? Was ist, wenn man jetzt krank wird, woher die Kohle nehmen, wenn man nicht arbeiten kann? Aber man darf da einfach nicht so viel drüber nachdenken. Und zur Not gibt es ja noch Baldrian ;-)

    19.04.2006, 23:19 von Aelgkalv
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    Muss zugeben, ich bin eher ein Typ wie Sirius: ein bisschen paar Hunderter sollten immer noch auf dem Konto liegen, damit man ruhig schlafen kann. Sonst gehör ich zu den Glücklichen, denen die Eltern früher was angespart haben, was ich jetzt "aufzehren" kann, für Auto, Laptop usw.
    Ansonsten wird beim Studentenleben das Geld auf dem Konto einfach nicht mehr, trotz Hiwi-Job und Sparsamkeit...

    19.04.2006, 22:40 von CrazyCrazyLA
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    îch hab mein Konto auch noch nicht überzogen... aber bin auch immer schön am ende des Monats bei soo wenig geld das man es nicht mehr abheben kann :-)
    Naja sparen tu ich eigentlich nicht nur Bausparen aber das ist auch was anderes, weil da bleibt das Geld dann nicht auf dem eigenen Konto... denn was da ist will irgendwie ausgegeben werden

    19.04.2006, 22:33 von Fahrradfahrerin
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    Ich habe mein Konto noch nie überzogen. Ausgabeengpässe puffert meine Kreditkarte. ich gebe imemr alle sbis auf den letzten Cent aus, was aber bei dem knappen Studentensalär nichts heißen muss- mit weniger kann ich nicht leben. Ich sollte jobben, aber das möchte ich nicht, da schränke ich mich lieber ein. Trotzdem: Ich schaffe nur an, was ich mir ohn egrößere Schwierigkeiten leisten kann. Der einzige Grund, warum ich noch kein Auto habe.

    19.04.2006, 19:16 von Flocke84
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